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G. Kiepenheuer
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  Rezension(en):  
  Der Berliner Autor Stefan Ernsting hat die erste, ernstzunehmende Biografie über den im Westen so gut wie unbekannten Superstar geschrieben. Mit ironischer und manchmal schnoddriger Distanz versucht Ernsting aufzuräumen mit den Mythen und Legenden, die sich schon zu Lebzeiten um den wohl einzigen linientreuen und die Mauer verteidigenden Cowboy bildeten.  
  Badische Zeitung (05.01.2005)  
  Stefan Ernsting hat Reed ein ausgewogenes, faires Denkmal gesetzt.  
  Literaturen (1/2 II 2005)  
  Der Autor erzählt die Geschichte eines widersprüchlichen Lebens zwischen ostdeutscher Popkultur und Propaganda. Dabei versucht er zu vermeiden, der Legende Reed neue Nahrung zu geben.  
  (bücher, Januar 2005)  
  Dass sich der Autor an Spekulationen über Reeds angebliche Geheimdienst-Tätigkeit und am Rätselraten über seinen Tod nicht sensationslüstern beteiligt, sondern lediglich die widerstreitenden Versionen gleichberechtigt aufführt, lässt seinen Text wohltuend sachlich erscheinen.  
  Mitteldeutsche Zeitung (19.11.2004)  
  Der junge Kreuzberger Autor sucht nicht nach leichten Antworten, betrauert ihn nicht nur als Opfer des kalten Krieges, sondern hat sehr sorgfältig recherchiert. Und so zeichnet er das differenzierte Porträt eines Sängers, dem politische Aktion wichtiger war als eine neue Platte, der mehr Selbstdarsteller war als Schauspieler.  
  Lausitzer Rundschau (13.11.2004)  
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Stefan Ernsting
Der rote Elvis

Dean Reed oder Das kuriose Leben eines US-Rockstars in der DDR

Gebunden, 314 Seiten,

Gustav Kiepenheuer Verlag
978-3-378-01073-4
22,50 € *) / 40,50 Sfr

 
  Inhalt:  
  Das kuriose Leben eines US-Rockstars in der DDR

Für die Amerikaner war Reed ein Deserteur, für die DDR-Bürger wurde er zum Urbild des »American way of life«.

Das Leben Dean Reeds war reich an Widersprüchen und Rätseln, die Grenzen zwischen Pop und Propaganda verliefen fließend. Nachdem er Anfang der siebziger Jahre seinen Wohnsitz in die DDR verlegte, avancierte der »singende Cowboy« aus Colorado zum Vorbild für die Freie Deutsche Jugend, mit deren Chef Egon Krenz er befreundet war. Er wurde zum Prototyp einer staatlichen Popkultur, die jungen Menschen im ehemaligen Ostblock einen Hauch von Glamour und weiter Welt vermitteln sollte. 1986 ertrank Dean Reed auf mysteriöse Weise. Die genauen Umstände seines Todes wurden von Erich Honecker persönlich vertuscht. Aber in der DDR kursierten schon bald Verschwörungstheorien aller Art. Stefan Ernsting erzählt eine Geschichte, die zwischen amerikanischen Pop-Mythen, Propaganda und politischer Intrige oszilliert und einen Blick in die mitunter recht bizarre Pop-Kultur der DDR ermöglicht. Das Buch wird ergänzt durch zahlreiche Fotos, eine ausführliche Diskographie und eine Filmographie.

Dean Reed: 1938 in Denver / Colorado geboren. Seit Ende der 60er Jahre wird Reed wiederholt wegen »antiamerikanischer« Äußerungen gegen den Vietnamkrieg verhaftet. 1972 zieht er in die DDR.
Engagements in DEFA-Produktionen sowie TV-Shows. Zahlreiche Auftritte auf politischen Festivals in Osteuropa. 1981 Heirat mit der Schauspielerin Renate Blume. 1986 ertrinkt Reed im Zeuthener See bei Berlin.
 
 
       
  Stefan Ernsting
Stefan Ernsting, geboren 1969 in Frankfurt am Main, studierte Amerikanistik und Politologie. Lebt und arbeitet seit 1999 als Autor und Redakteur in Kreuzberg. Benutzt für seine Arbeit einen alten Power Mac mit 266 MHz, Kaffee, Zigaretten und abgebrochene Bleistifte.
 
 
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*) Die Preisangaben in Euro sind die gebundenen Ladenpreise für Deutschland. Die Europreise für Österreich legt der von uns autorisierte Importeur entsprechend dem österreichischen Preisbindungsgesetz fest.